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Home Sonderthemen Hannover Region West Die Wäscherei Symura feiert Neubau und Schnapszahl
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10:23 16.04.2018
Oliver Symura und sein Sohn Jonas Friedrich schneiden das Band zum Neubau durch.

16.04.2018

Hannover Region West

Viel zu feiern gab es in den letzten Tagen bei der Wäscherei Symura. Der Traditionsbetrieb im Ehlbeek 12 im Großburgwedeler Gewerbegebiet wurde Anfang April nicht nur 44 Jahre alt. Die Schnapszahl fiel zusammen mit der Eröffnung einer Erweiterung auf dem Betriebsgelände.

Der Neubau fällt ins Auge, wenn man das Firmengelände betritt. Auf zwei Etagen und insgesamt 90 Quadratmetern finden die Kunden der Wäscherei jetzt eine neue Annahmestelle, wo sie ihre Wäsche abgeben und abholen können. Im Obergeschoss des neuen Holzrahmenfertigbaus sind Büroräume entstanden. 

Bei Führungen durch den Betrieb bekommen Kunden Informationen über den Ablauf.
Bei Führungen durch den Betrieb bekommen Kunden Informationen über den Ablauf.

Durch den frei gewordenen Platz im bisherigen Bereich konnte jetzt die Sortierung konzentriert und damit effektiver gemacht werden. „Bisher hatten wir da eher mit Insellösungen gearbeitet“, sagt Firmenchef Oliver Symura, der den Betrieb mit seiner Frau Helga in der dritten Generation leitet. Der Neubau, der bei einem Fest gemeinsam mit dem Kunden bis spät in die Nacht gefeiert wurde, hat eine Investition von 135.000 Euro nötig gemacht.

Die Idee dafür habe es schon lange gegeben, sagt Oliver Symura. „Schon mein Vater hat 1993 an dieser Stelle die Bodenplatte gießen lassen.“ Danach allerdings habe die Auftragslage in der Wäschereibranche eine Investition nicht mehr zugelassen. Die schlechten Zeiten seien zum Glück vorbei, sodass die Erweiterung wieder notwendig wurde. Und so feierten die Kunden, die Belegschaft und die Familie den Neubau mit einer Party, bei der es auch etwa zu gewinnen gab.

Am Nachmittag der Feier können sich die Gewinner des Gewinnspiels ihre Preise abholen.
Am Nachmittag der Feier können sich die Gewinner des Gewinnspiels ihre Preise abholen.

In einem Gewinnspiel mussten die Besucher knifflige Fragen beantworten wie: „Wie lange braucht ein Geschirrhandtuch in der Mangel?“ (Antwort: 44 Sekunden), oder „Was ist das Herzstück der Wäscherei?“ (Antwort: Die Dampfanlage.) Bei regelmäßigen Betriebsführungen bekam man alle notwendigen Informationen für das Gewinnspiel. Drei Erwachsene und drei Kinder konnten sich über Gewinne freuen.

Bei den Führungen bekamen die Gäste auch Einblick in einer Herzensangelegenheit des Firmenchefs: „Ich möchte versuchen, den Stoff Plastik so weit wie möglich aus der Wäscherei herauszuhalten.“ Erste Schritte dazu sind bereits unternommen, denn speziell Stammkunden bekommen ihre gereinigten Hemden nicht mehr in Plastik eingeschweißt zurück, sondern in speziell entwickelten, wiederverwendbaren Wäschesäcken. „Eine Reportage, die ich vor einiger Zeit gelesen habe, hat mich dazu inspiriert“, meint Symura. Ihn habe erschreckt, dass man das zu Müll gewordene Plastik inzwischen über die Nahrungskette, etwa beim Fisch, wieder auf den eigenen Teller bekommt. Aus Umweltgründen liegt die Priorität bei der Reinigung zudem auf dem Waschen.

„Die Technik hat es möglich gemacht, heutzutage viel mehr Textilien mit Wasser zu reinigen als früher.“ Nur bei besonders empfindlichen Stoffen werde das Stück noch an eine chemische Reinigung gegeben. Der Nachhaltigkeitsgedanke bewegt Oliver Symura auch im Personalbereich. Seit mehreren Jahren bildet die Wäscherei Symura im Bereich Bürokaufmann und –frau aus. „Die Jugend muss lernen“, sagt er. „Sonst wird der Fachkräftemangel noch größer.“

Und in einer kleinen Firma wie der seinigen mit 18 Kräften bekomme der Auszubildende auch mehr mit als im Lehrplan steht. Der Erfolg liegt auf der Hand. Einer der früheren Auszubildenden ist im Betrieb inzwischen eine Art Tausendsassa und kann überall eingesetzt werden.


Im Keller fing es an – Seit 1988 am heutigen Standort präsent

Auf die Schnapszahl von 44 Jahren Geschäftsexistenz kann die Wäscherei Symura in diesem Jahr zurückschauen. Nicht zuletzt diese bemerkenswerte Zahl war ein Grund dafür, Anfang April eine Party rund um den Neubau im Ehlbeek zu feiern. Am 1. April 1974 öffnete die Wäscherei und Heißmangel Symura ihre Tore im Dienste der Wäschepflege.

Der Grundstein wurde allerdings schon fünf Jahre zuvor gelegt, als Ausma Schneider 1969 mit einer Hausmangel und einer Mietwaschmaschine im eigenen Keller begann. Tochter Roswitha und Schwiegersohn Werner Symura übernahmen im April 1974 den Betrieb und führten ihn aus dem Keller hinaus in ein Ladengeschäft. 1988 bezog die Wäscherei den heutigen Standort am Ehlbeek. Am 1. August 1999 trat der heutige Chef Oliver Symura in den Betrieb ein und führt ihn seit 2005 in dritter Generation. Die Zukunft der Wäscherei Symura scheint auch gesichert, denn mit Stieftochter Julia Friedrich arbeitet die vierte Generation im Betrieb mit. Und der achtjährigen Enkel Jonas Friedrich ist auch bereits sehr interessiert an den Vorgängen im Betrieb.

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