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Home Sonderthemen Hannover Region Nord-West Hochbeete im Herbst richtig vorbereiten
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16:27 10.09.2018
Brändel - Verena Grulke
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Hochbeete sind eine intelligente Lösung, nicht nur für den Garten, sondern auch für große Terrassen und Dachterrassen. Im naturnahen Gartenbau greift man heutzutage öfter zu dieser wartungsfreundlichen Alternative. Auf Terrassen und Dächern erspart man sich mit Hochbeeten kostenintensive Isolierungen und Substrataufschüttung. Durch die Höherstellung des Beetes entfällt das sonst lästige Bücken bei der Gartenarbeit. Hochbeete können auch solche Hobbygärtner pflegen, die Rückenprobleme haben. Weil der Hauptsamenflug am Boden stattfindet, gibt es nur wenig Unkraut.

Wegen des schichtweisen Aufbaus erhoffen sich Gartenfreunde ein solideres Wachstum der Pflanzen. Mit dem Anbringen einer Abdeckung kann man das Hochbeet später auch als Frühbeet nutzen, denn das Beet erwärmt sich auf diese Weise schneller. Gartenabfälle und andere verrottende Stoffe können verwertet werden.

Die Konstruktionen sind praktisch und pflegeleicht. Foto: Busche
Die Konstruktionen sind praktisch und pflegeleicht. Foto: Busche

Hochbeete werden üblicherweise in rechteckiger Form in Richtung der Sonneneinstrahlung angelegt. Auf Dachterrassen brauchen in der Regel keine Maßnahmen gegen das Eindringen von Nagern getroffen zu werden. Bei Hochbeeten auf Gartenterrassen bedeckt man die Grundfläche sicherheitshalber mit einem feinmaschigen Drahtgeflecht. Die Füllung des Hochbeetes kann mit Erde oder verschiedenartigen Schichten erfolgen, zum Beispiel geschrotetes Holz, Kompost, Erde.

Etwa alle fünf Jahre wird eine komplette Entleerung und Neubefüllung fällig. Die Einfassungen können aus verschiedenem Material bestehen, unter anderem aus Holz, Naturstein, Kunststein oder Blech. Anpflanzen kann man zum Beispiel Gemüse, Kartoffeln, Kräuter und auch Blumen. lps/Cb

In einem möglichst naturnahen, farbenfrohen Garten leben viele Tiere, die kaum bekannt sind. Einige, die meisten von ihnen Insekten, gelten als Schädlinge, viele sind jedoch nützlich. Wenn man Nutzinsekten, Milben und Spinnen im Sommer genügend Nahrung und im Herbst und Winter einen Unterschlupf bietet, wird man mit Schädlingen wie Blattläusen und Raupen weniger Probleme haben.

Vor allem einheimische Blütenpflanzen geben vielen erwachsenen Insekten Nahrung. Bedeckte Böden und Staudenbeete sind gute Verstecke und helfen beim Überwintern. Wenn man Nützlinge fördern und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen will, kann man Verschiedenes tun. Bäume und Sträucher sind besser als monotone Rasenflächen.

Sie dienen Nützlingen als Unterschlupf, Brutplatz und Nahrungsquelle. Es ist schädlich, Laub und Astmulch unter Bäumen und Sträuchern im Herbst komplett auszuharken. In diesem Material überwintern viele Tiere. Stattdessen legt man Reisighaufen an und stellt künstliche Nistplätze her. Bis zum Frühsommer verwendet man keine Insektizide. Nützlinge vermehren sich gerade dann.

Marienkäfer fressen Blattläuse, Schlupfwespen brauchen Blattläuse als Wirte für ihre Nachkommen. Schwebfliegen, Florfliegen und andere Nützlinge ernähren sich oft von Blütenpollen und den Ausscheidungen der Blattläuse. Vermehren sich Schädlinge zu stark, hilft es oft, befallene Pflanzenteile frühzeitig zu entfernen.

Sie werden nicht im Kompost, sondern im Müll entsorgt. Erst wenn ein Baum massiv geschädigt ist, sollte man zu chemischen Mitteln greifen. In diesem Fall entscheidet man sich für nützlingsschonende Präparate und solche mit kurzer Wartezeit. lps/Cb

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