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Home Sonderthemen Hannover Region Nord-West Eine Frage des Aussehens
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16:55 18.05.2018
Wohngebiet mit Fachwerkhäusern in Niedersachsen. Foto: Busche

18.05.2018

Hannover Region Nord-West

Fassaden prägen das Erscheinungsbild eines Gebäudes. Bei alten Häusern sind Fassaden häufig mit Erkern, Giebeln, Türmchen, Söllern und Ornamenten versehen. Besonders in den gewachsenen Strukturen von alten Dörfern und Städten repräsentieren sie die Bautradition der Region. Schließlich bestimmt eine Fassade über Jahrzehnte den Gesamteindruck und auch den Wert des Hauses.

Bauherren und Architekten sollten bei der Sanierung von Fassaden Rücksicht auf das vorhandene Straßenbild und die Nachbarhäuser nehmen. In eine Straße mit Fachwerkhäusern gehört weder eine mediterrane Villa noch ein russisches Blockhaus. Bestimmungen in den örtlichen Bauvorschriften können die schlimmsten Bausünden verhindern. Krasse Beispiele stilistischer Verirrungen finden sich in manchen Neubaugebieten. Trutzburgen im maurischen Stil stehen neben kanadischen Holzhäusern, Nurdachhäuser neben quadratischen Architektenhäusern. Solche Stilbrüche mag nicht jeder. Positiv wirkt es dagegen, wenn regionale Besonderheiten bei der Fassadengestaltung erhalten und bei Anbauten und Neubauten berücksichtigt werden.

In Norddeutschland ist zweischaliges Mauerwerk üblich, das den Eindruck von massivem Ziegelmauerwerk vermittelt.

Tatsächlich wird aber eine Vormauerschale aus Ziegeln vor die tragende Wand gestellt. Auch bei der heute wieder beliebten Holzbauweise gibt es für die Gestaltung der Fassade zahlreiche Möglichkeiten, regionalen Traditionen gerecht zu werden. lps/Cb

Veränderungen müssen nicht immer teuer sein

Sind die Wände erstmal verputzt, können sie beliebig gestaltet werden.
Sind die Wände erstmal verputzt, können sie beliebig gestaltet werden.

Durch eigenes Handanlegen können alte Möbelstücke funktional wiederhergestellt sowie aufgewertet werden. Durch Lackieren aber auch das Abtrennen alter und Anbringen neuer Teile werden Möbelstücke wieder aufpoliert. Dabei ist es irrelevant, ob die Möbel auf dem Dachboden, im Keller oder auf dem Flohmarkt gefunden werden. Abhängig vom Wert des Möbelstücks sollte gegebenenfalls ein Restaurator konsultiert werden. Handelt es sich jedoch lediglich um eine kleine Ausbesserung an Gebrauchsmöbeln, vermag mit geringem Aufwand viel erreicht werden.

Besonders ein Esstisch kann durch seine alltägliche Nutzung schnell Gebrauchsspuren aufweisen. Typische Schäden sind unter anderem wackelnde Beine, lose Leisten, Kratzer sowie Wachs- oder Getränkeflecken. Mit einfachen Tricks können beispielsweise Wachsflecken schnell von einer Oberfläche entfernt und diese anschließend neu gestaltet werden. Dafür wird lediglich eine Cuttermesserklinge oder Schaber für Farben benötigt. Beides wird in jedem gut sortierten Baumarkt geführt. Mit leichtem Druck können die gröbsten Wachsreste entfernt werden. Anschließend legt man ein Stück Küchenpapier auf die Wachsflecken und erhitzt diese mit einem herkömmlichen Bügeleisen bei mittlerer Hitze. Möchte man den Tisch vollständig abschleifen, eignet sich dafür besonders ein Schleifschwamm sowie Stahlwolle für die Tischbeine. Ist der Tisch erstmal abgeschliffen, kann er nach Belieben neu gestrichen und lackiert werden. Dafür eignet sich vor allem der sehr beliebte „Shabby Chic Look“. Nach dem Anstrich werden durch verschiedene Techniken weitere Farben und Akzente hinzugefügt, welche dem Möbelstück den beliebten Vintage Look verleihen. Auch alte Stühle, Truhen oder Kommoden können mit ähnlichen Techniken nach Belieben verändert werden und bieten so mit viel altem Charme dennoch eine neue Optik. lps/Bi


Bad-Sanierung: Neue Technik, neues Design

Innenleben einer modernen Dusche Foto: Busche
Innenleben einer modernen Dusche Foto: Busche

Der Wunsch nach altersgemäßer Ergonomie und Sicherheit, aber auch das Bedürfnis nach einem Hauch Eleganz sind wesentliche Auslöser für Sanierungsmaßnahmen im Sanitärbereich. Neue, zeitgemäße Fliesen mit schöner Optik und pflegeleichter Oberfläche, funktionale Armaturen, WC, Dusche und Badewanne, all das sollte sorgfältig geplant werden. Vor dem Umbau steht die Prüfung, ob Wasser- und Abwasserleitungen noch dem Stand der Technik entsprechen. Alte Bleirohre müssen umgehend ausgetauscht werden. Weil alles mit erheblichem Aufwand verbunden ist, wird es kaum bei reinen Verschönerungsmaßnahmen bleiben. Wer das Bad vergrößern oder die Objekte neu ordnen möchte, benötigt genaue Pläne. Dennoch müssen die Wände für neue Leitungen im Bad nicht zwingend angetastet werden. Vorwandsysteme bilden eine zweite Schale und nehmen Leitungen auf. Dafür sind allerdings etwa 15 Zentimeter Tiefe einzukalkulieren. Das kann wiederum ein erhebliches Hindernis sein, wenn im Bad wenig Platz zur Verfügung steht. Am Anfang der Planung steht eine Bedarfsanalyse. Benötigt die Familie mehr als einen Waschplatz? Wird Stauraum im Bad gewünscht und reichen Quadratmeterzahl und Stellflächen dafür aus? Wo sollen Steckdosen und Beleuchtungskörper eingebaut werden? Wie hochwertig dürfen die Objekte sein? Kann der Heizkörper gegebenenfalls verlegt werden und soll ein Handtuchtrockner installiert werden? Kann eine elektrische Fußbodenheizung eingebaut werden?

In die deutschen Badezimmer hält auch der ökologische Gedanke Einzug. Es werden vermehrt Naturmaterialien, Textilien und Hölzer verbaut. Baddesign hat mittlerweile Lifestyle-Charakter. Unterschiedliche Zielgruppen haben besondere Ansprüche. Individuelles Design kombiniert man zunehmend mit smarten Geräten. lps/Cb


Beim Hausbau die Abwasserfrage bedenken

Sickerschacht in einer neuen Wohnanlage Foto: Busche
Sickerschacht in einer neuen Wohnanlage Foto: Busche

Beim Hausbau sollte man die Entwässerung bedenken. Falls Kellerlichtschächte weder in die Kanalisation noch in Rigolen entwässern, sondern nur in Sickermatten, kann es nach Regenschauern schnell zu einem Rückstau kommen. Bevor man einen Baugrund erwirbt, klärt man wichtige Fragen mit dem zuständigen Bauamt. Sind Versorgungsanschlüsse vorhanden? Besteht ein örtliches Abwassernetz, hat der Bauherr keine Wahl. Der regionale Entsorger oder Abwasserverband kann notfalls gerichtlich die Errichtung eines Anschlusses erzwingen. Ist noch kein Kanalübergabeschacht vorhanden, kommt es darauf an, wo sich der Abnahmepunkt am kommunalen Kanalnetz befindet. Straßenquerungen kosten meist Zuschläge.

Statt sofort eine Kostenpauschale zu akzeptieren, sollte man sich zunächst bei den kommunalen Trägern über Gebühren und Kosten im konkreten Fall informieren. lps/Cb

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